Conference Updates

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Seeleute legen Kurs für die nächsten vier Jahre fest

Die Delegierten der Sektionskonferenz der Seeleute hatten eine umfangreiche Tagesordnung zu bewältigen. Nach der schnellen Verabschiedung des Schwerpunktpapiers für den Kongress berieten sie über künftige Strategien und Herausforderungen.

Sie tauschten sich über Ideen, Probleme und bereits erfolgreich angewandte Taktiken aus, darunter die enge Zusammenarbeit mit Hafenbeschäftigten und die Vorteile der sektionsübergreifenden Zusammenarbeit. Dazu erklärte Abdulgani Serang von der National Union of Seafarers of India: "Es zahlt sich aus, den Blick über den Tellerrand der einzelnen Sektionen zu richten. Eine Email von uns, in der wir davor warnten, dass Seeleute eine bestimmte Fluggesellschaft boykottieren werden, reichte aus, um Luftverkehrsbeschäftigten zum Durchbruch zu verhelfen." Anschließend wurde das Vierjahresprogramm verabschiedet.

Abdulgani Serang

Nach der harschen Kritik von Agis Tselentis von der PNO (Griechenland) an den "skandalösen und eklatanten Regierungsangriffen auf grundlegende Rechte" und seinem Dank für die Unterstützung durch die ITF und die ihr angeschlossenen Gewerkschaften verurteilten die Konferenzdelegierten die Angriffe der griechischen Regierung auf die Bürger- und Arbeitsrechte griechischer Seeleute.

Agis Tselentis

Desweiteren wurden Maßnahmen zu übermäßiger Arbeitsbelastung und Übermüdung infolge der Unterbesetzung von Schiffen und zur Krise der pakistanischen Handelsmarine sowie das Einschreiten gegen ungerechte Behandlung, Kriminalisierung und Einschränkungen des Landgangs befürwortet. Die Delegierten zeigten sich ferner entschlossen, gegen das weit verbreitete und wachsende Problem des Einstellungsbetrugs und des dadurch verursachten menschlichen Leids vorzugehen.

Dave Heindel

Der Vorsitzende der ITF-Seeleutesektion Dave Heindel bewies als Sitzungsleiter Geschick darin, die umfassende Tagesordnung zügig abzuarbeiten, sodass die Konferenz nach der Wahl der Funktionsträger/innen der Sektion, bei der u. a. er selbst ohne Gegenstimmen als Sektionsvorsitzender bestätigt wurde, zum vorgesehenen Zeitpunkt abgeschlossen werden konnte. Jacqui Smith, die als neue ITF-Koordinatorin für maritime Industrien das Amt der Frauenvertreterin der Sektion niederlegte, wurde für ihre Verdienste gelobt. Als ihre Nachfolgerin wurde Lena Dyring begrüßt.

Jacqui Smith

Lena Dyring

Filmtipp: Kampf von Gewerkschaftsmitgliedern in Paraguay gegen Ausbeutung und für die Verteidigung ihrer nationalen Flagge

12 August 2014
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Mein Kongress

Ich arbeite als Reinigungskraft am Flughafen. Vor ungefähr einem Jahr war unsere Tätigkeit von Outsourcing bedroht, wodurch wir unsere Vergünstigungen verloren hätten. Wir bekamen sofort Hilfe von Ekaterina von der FTTUB.

Jetzt bin ich nicht nur ihr größter Fan, sondern auch der größte Fan der Gewerkschaftsbewegung und das ist der Grund, warum ich so dankbar und so begeistert bin, hier beim Kongress zu sein und daran mitzuwirken.

Im Frühjahr rief mich Ekaterina an und sagte, ich solle ein paar meiner besten Leute zur Unterstützung der Vorbereitungen des Kongresses mitbringen – und hier sind wir.

Neben Bulgarisch spreche ich Englisch und Russisch, daher habe ich bei der Anmeldung der Kongressdelegierten geholfen. Da ich außerdem Teilnehmer/innen am Flughafen willkommen geheißen habe, kennen mich bereits viele der Anwesenden.

Der Kongress ist ein großartiges Erlebnis. Es ist zudem eine riesige Herausforderung – aber ich freue mich so sehr, hier zu sein, dass ich nachts kaum schlafen kann.

Der Kongress inspiriert mich dazu, mich mehr für die Gewerkschaft und ihre Tätigkeit einzusetzen.

Evelina Petrova, Föderation der Verkehrsgewerkschaften Bulgariens (FTTUB)

12 August 2014
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Gut besuchte Rahmenveranstaltung würdigt Nelson Mandela

Der Generalsekretär der südafrikanischen Gewerkschaft SATAWU Zenzo Mahlangu lud zu dieser Veranstaltung ein, die Mandelas Kampf gedachte, darunter seine 27-jährige Gefängnisstrafe, bevor im Jahre 1990 freigelassen wurde.

Mandela, der von 1994 bis 1999 das Amt des Staatspräsidenten Südafrikas innehatte, wurde als bescheidener Mensch beschrieben.

Der frühere Vorsitzende der dänischen Seeleutegewerkschaft Henrik Berlau informierte die Anwesenden über die Initiative "Maritime Gewerkschaften gegen Apartheid", an der sich seine Organisation, die beiden britischen Gewerkschaften National Union of Seamen (NUS) und Transport & General Workers' Union (TGWU) sowie die Seamen's Union of Australia (SUA) beteiligten, und die sich an vorderster Front im Rahmen eines Ölembargos gegen das brutale Apartheidsregime engagierte.

Der nationale Sekretär der Maritime Union of New Zealand (MUNZ) Joe Fleetwood, der stellvertretende nationale Sekretär der Maritime Union of Australia (MUA) Mick Doleman, und der internationale Sekretär/Finanzbeauftragte der International Longshore and Warehouse Union (ILWU) Willie Adams berichteten von der Rolle ihrer jeweiligen Gewerkschaften in diesem globalen Kampf.

Weitere Redner/innen zum selben Aspekt waren u. a. Fátima Aguado Queipo (CC.OO, Spanien), Mohammed El Saidi (Fédération Nationale des Chemins de Fer Tunisien, Tunesien) and Jong In Huy (Korean Railway Workers' Union, Südkorea).

Mehr zu dieser Veranstaltung kann auch im Bericht von Kongressreporter Daniel Owusu-Koranteng (MDU, Ghana) nachgelesen werden.

12 August 2014
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Die Sektionskonferenzen beginnen...

Am heutigen Dienstag beginnen die Sektionskonferenzen. Heute treffen sich die KollegInnen von Luftverkehr, Schifffahrt, Hafen und Fremdenverkehrsdienste. los geht's...

Auf einen tollen Tag freut sich

eure ver.di Jugend!

11 August 2014
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Mein Kongress

Ich bin zum ersten Mal beim Kongress dabei und möchte ihn so gut wie möglich nutzen.

Teilnehmen werde ich nicht nur an der Konferenz der Sektion Eisenbahn und der Frauenkonferenz, sondern auch an den Rahmenveranstaltungen über Mandela, Weltmusik und Klimawandel. Ich bin eine Kongressreporterin und liefere meinen Kolleginnen und Kollegen in Tansania aktuelle Berichte über das, was hier passiert.

Damit verschaffe ich mir Gehör und informiere sie darüber, welche für Bahnbeschäftigte relevanten Themen hier angesprochen werden.

Ganz gleich, ob ihr in Sofia seid oder zuhause, macht beim Kongress mit, damit wir gemeinsam vorankommen.

Lest hier was ich zum Kongress zu sagen habe.

Rose Banyikwa, Tanzania Railway Workers' Union, Tansania

11 August 2014